Südliches Afrika 2005 – 1. Dezember – Man powered ferry and ’southernmost‘

Mittwoch, 30. November, 80. Tag

Wenn man von Heidelberg Richtung Südwesten fährt, kommt man entweder nach Landau und in den Pfälzer Wald oder man erreicht nach 55 Kilometern Malgas, ein verschlafenes Nest am Breede River. Das besondere an dem Ort ist die ´man-powered´ Fähre über den Fluss.
Die kleine Fähre ist an einem Seil befestigt, welches über den Fluss gespannt ist und wird von zwei Männern mit Muskelkraft über das Wasser gezogen. Scheinbar eine schweißtreibende Arbeit, da sich die Fähre unendlich langsam über den Fluss bewegt.
Ein beeindruckendes Spektakel für umgerechnet 3,50 Euro.


Am südlichsten Punkt Afrikas ist scheinbar alles ´southernmost´: Die Kneipe, das Café, das Hotel, der Supermarkt, ja sogar eine Wäscherei wird als die südlichste Afrikas betitelt.
Wir sind nicht etwa am Kap der guten Hoffnung, sondern befinden uns am Cap Agulhas, ca. 4 Stunden südöstlich von Kapstadt. Hier treffen sich der Indische und Atlantische Ozean, hier ist wirklich der südlichste Zipfel des afrikanischen Kontinentes. Doch hierher verirren sich weniger Touristen, als am Cape Point, dem Kap der Guten Hoffnung südlich von Kapstadt.
Weniger vermarktet, weniger spektakulär und zu weit weg von der großen Metropole.
Hier ist man wirklich für einen kurzen Augenblick einmal der südlichste Mensch Afrikas und zig Millionen nördlich davon.
In einer der südlichsten Unterkünfte bleiben wir über Nacht, verspeisen im südlichsten Restaurant im südlichsten Leuchtturm Afrikas (den wir vorher bestiegen haben) Fisch und haben heute den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht – über 5500 Kilometer von Kazungula entfernt, unserem nördlichsten Punkt an der sambesischen Grenze.


Donnerstag, 01. Dezember, 81. Tag

Wale am Vormittag. In der großen Walker Bay bei Hermanus sehen wir einige Wale nahe der Küste durch das Wasser ziehen. In den letzten Monaten haben die Kühe ihre Kälber geboren und ziehen jetzt weiter.
In Hermanus wollen wir zwei Tage bleiben und müssen uns so langsam auf das Ende unserer Reise einstellen.
Die letzten Neuigkeiten gibt es dann wieder aus Kapstadt, wenn wir den Landy in den Container fahren.

Thomas & Silvana

One thought on “Südliches Afrika 2005 – 1. Dezember – Man powered ferry and ’southernmost‘

  1. Anonym

    Schoen von Euch zu lesen und erfreulich, dass es auch Euch gut geht… schade, dass entweder unsere SMS (ausser die mit dem Kabelbrand) nicht ankamen oder wir von Euch keine Rueckantwort erhalten haben… alles Gute weiterhin und vor allem gute Heimreise!!!

    Wolfgang und Anette

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